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IRG-Rail

Die Schienen-Control im Netzwerk der unabhängigen Eisenbahnregulierungsbehörden (IRG-Rail)

Die Independent Regulators’ Group – Rail (IRG-Rail) wurde am 9. Juni 2011 in Den Haag gegründet, um die Zusammenarbeit und den Informationsaustausch zwischen den unabhängigen Eisenbahnregulierungsbehörden Europas zu fördern.

Heute umfasst das Netzwerk 31 Mitglieder, darunter neben Österreich nahezu alle EU-Mitgliedsstaaten mit Eisenbahnnetzen sowie sechs Nicht-EU-Länder. Ziel von IRG-Rail ist es, die Homogenität und Transparenz im europäischen Bahnsektor zu stärken und durch die Koordinierung regulatorischer Ansätze die Entwicklung eines einheitlichen, wettbewerbsfähigen und nachhaltigen europäischen Eisenbahnmarktes zu unterstützen.

Als Gründungsmitglied ist die Schienen-Control seit Beginn aktiv in die Arbeit von IRG-Rail eingebunden. Sie bringt ihre Erfahrungen aus der österreichischen Regulierungsarbeit in verschiedene Arbeitsgruppen ein und beteiligt sich an der Erstellung gemeinsamer Berichte, Positionspapiere und Empfehlungen, die maßgeblich zur Weiterentwicklung des europäischen Eisenbahnrechts beitragen.

Diese Dokumente dienen als wichtige Grundlage für politische und regulatorische Diskussionen auf nationaler wie europäischer Ebene.

Die Arbeit von IRG-Rail ist in sechs thematische Arbeitsgruppen gegliedert in denen die Schienen-Control vertreten ist:

  • Netzzugang (Access)

  • Zugang zu Serviceeinrichtungen (Access to Service Facilities)

  • Marktbeobachtung (Market Monitoring)

  • Neue Gesetzesinitiativen (Emerging Legislative Proposals)

  • Gemeinsame Ansätze in Fragen des Benützungsentgelts (Charges)

  • Benützungsentgelte für Serviceeinrichtungen (Charges for Service Facilities)

Darüber hinaus wird die Organisation durch eine Vollversammlung getragen, die in der Regel zweimal jährlich tagt und Beschlüsse über Berichte, Stellungnahmen und strategische Fragen fasst.

IRG-Rail Aktivitäten 2025

Im Jahr 2025 stand IRG-Rail unter dem Vorsitz der spanischen Regulierungsbehörde CNMC. In diesem Jahr wurden fünf Berichte veröffentlicht, die auf der Website www.irg-rail.eu abrufbar sind. Ein Schwerpunkt war der jährliche Marktbeobachtungsbericht, der in drei Teilen – Hauptbericht, Arbeitsdokument und Datensatz – erschien.

Grundlage für die Arbeit im Jahr 2025 waren die IRG-Rail-Strategie 2025–2028, die die strategische Ausrichtung der Gruppe definiert, und das Arbeitsprogramm 2025.

Sie setzt Schwerpunkte auf die konsistente Anwendung von Eisenbahnregulierung, die Förderung nachhaltiger und effizienter Verkehrssysteme sowie die Stärkung bewährter Regulierungspraktiken zum Nutzen von Fahrgästen und Güterverkehrskunden.

Die unter Vorsitz des schwedischen Regulators Transportstyrelsen 2024 eingeführten neuen Arbeitsinstrumenten bewährten sich im bilateralen Austausch zwischen den Mitgliedsbehörden.

Im Rahmen der Plenarsitzungen 2025, die in Spanien stattfanden, beteiligte sich die Schienen-Control aktiv an den Diskussionen zu zentralen Themen wie der Vorbereitung auf die EU-Kapazitätsverordnung einschließlich der strategischen Positionierung von IRG-Rail in Bezug auf ENRRB.

Mit Beginn des Jahres 2026 übernahm die britische Regulierungsbehörde ORR den Vorsitz von CNMC.

 

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