Der österreichische Schienenverkehrsmarkt

Der Schienenverkehr liefert einen wertvollen Beitrag zur Volkswirtschaft in Österreich.  Für viele Österreicherinnen und Österreicher stellt der Schienenregional- und Nahverkehr ein wichtiges Mobilitätsinstrument dar. Zahlreiche Pendlerinnen und Pendler werden täglich zur Schule oder zum Arbeitsplatz gebracht. Durch das sehr gut ausgebaute österreichische Schieneninfrastrukturnetz sind die meisten Städte mit Fernverkehrszügen innerhalb kurzer Reisezeit erreichbar. Im Schienengüterverkehr werden jeden Tag hunderttausende Tonnen transportiert um die Industriestandorte mit Rohstoffen zu versorgen. Die exzellente geografische Lage verbindet das österreichische Eisenbahnnetz mit den großen internationalen Logistikdrehscheiben, wie etwa den Häfen Hamburg, Rotterdam und Koper.

Der österreichische Schienenverkehrsmarkt erzielt sowohl im Personenverkehr wie auch im Güterverkehr gute Ergebnisse. Das unterscheidet den österreichen von anderen europäischen Märkten. Im Jahr 2017 war Österreich mit 1.435 Kilometern je Einwohner Bahnland Nummer eins innerhalb der Europäischen Union, gefolgt von Frankreich 1.419 Kilometer und Schweden 1.317 Kilometer. 2018 erhöhte sich dieser Wert neuerlich um knapp fünf Prozent, sodass auf jede Österreicherin und jeden Österreicher im Schnitt rund 1.505 Bahnkilometer entfielen. Das zeigt, dass sich die Bahn in Österreich durchaus auf dem Verkehrsmarkt behaupten kann, wozu nicht zuletzt der Ausbau des Schienennetzes in den letzten 20 Jahren erheblich beigetragen hat.