Neue WESTBahn-Verkehre nach Innsbruck und München

7. Symposium der Schienen-Control GmbH im Oktober

Die ÖBB-Personenverkehr AG hat ihren Antrag auf Prüfung des wirtschaftlichen Gleichgewichts ihrer Verkehre zurückgezogen.
Damit endet das Verfahren vor der Schienen-Control Kommission und die neuen Verkehre der WESTbahn Management GmbH von Wien nach Innsbruck können aus regulatorischer Sicht mit Fahrplanwechsel im Dezember 2022 durchgeführt werden.

Die WESTbahn Management GmbH hatte der Schienen-Control Kommission ihre Absicht gemeldet, ab der Fahrplanperiode 2023 Züge zwischen Wien und Innsbruck zu führen. Die ÖBB-Personenverkehr AG hatte daraufhin bei der Schienen-Control Kommission die Prüfung beantragt, ob durch diese neuen Züge das wirtschaftliche Gleichgewicht ihrer Verkehre gefährdet wird.

Die Absicht, einen neuen eigenwirtschaftlichen Schienenpersonenverkehrsdienst zu betreiben, ist der Regulierungsbehörde mindestens 18 Monate vor Beginn der Netzfahrplanperiode, in der die Verkehre geführt werden sollen, zu melden. Grundlage dafür ist § 65 Abs 5 EisbG, der Art 38 Abs 4 der Richtlinie 2012/34/EU umsetzt. Insbesondere Eisenbahnverkehrsunternehmen, die gemeinwirtschaftliche Verkehre auf derselben Strecke betreiben, können in diesem Fall eine Prüfung des wirtschaftlichen Gleichgewichts beantragen. Näheres zur Methodik der Prüfung kann an dieser Stelle nachgelesen werden.

In der Folge prüft die Schienen-Control Kommission als Regulierungsbehörde, ob erhebliche negative Auswirkungen des neuen Verkehrs auf bestehende Verkehre im Rahmen eines öffentlichen Dienstleistungsauftrags zu erwarten sind.
Nach der Zurückziehung des Antrages durch die ÖBB-Personenverkehr AG steht aus regulatorischer Sicht einem neuen Verkehr zwischen Innsbruck und Wien nichts im Wege.

Zusätzlich betreibt die WESTBahn Management GmbH seit April 2022 Verkehre zwischen Wien Westbahnhof und München Hauptbahnhof.
Das Angebot umfasst seit August sechs Züge pro Tag und Fahrtrichtung. Nach Innsbruck sollen, Informationen der WESTBahn zufolge, täglich drei Zuggarnituren fahren und so das Fernverkehrsangebot in Tirol ausgebaut werden.

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