apf-Schlichtungsstelle mit Rekordjahr im Bahn-Bereich

apf-Schlichtungsstelle mit Rekordjahr im Bahn-Bereich

Die Schlichtungsstelle der apf hat im Jahr 2022 in den Bereichen Bahn-, Bus-, Flug- und Schiffsverkehr bislang mehr als 5.300 Schlichtungsanträge erhalten und davon fast 3.900 Verfahren eröffnet. Auf den Eisenbahn-Sektor entfallen davon 839 Verfahren (ca. 21 Prozent der Gesamt-Verfahren). Damit wurde bei der Anzahl an Schlichtungsverfahren im Bahn-Bereich das bisherige Rekord-Jahr 2012 bereits übertroffen. Bei den Schlichtungsanträgen liegt die apf mit 1.053 ebenfalls über dem bisherigen Rekordwert von 2019 (1.047)

 

Die apf behandelt als nationale Schlichtungs- und Durchsetzungsstelle zahlreiche Anträge von Fahrgästen im Bahnverkehr. Die Voraussetzungen für die Eröffnung eines Verfahrens sind im Bereich der Schlichtung bewusst einfach gehalten. Um ein Verfahren zu eröffnen sind lediglich die erfolglose Kontaktaufnahme des Fahrgasts (Beschwerdeführer:in) mit dem Unternehmen und das Vorliegen eines Beförderungsvertrages nötig.

 

Mit Stichtag 13.12. sind bei der Bahn-Schlichtungsstelle der apf mehr als 1.050 Schlichtungsanträge eingegangen. Davon wurden insgesamt 839 Schlichtungsverfahren eröffnet. Ein häufiger Grund für die Ablehnung eines Verfahrens ist die fehlende Erst-Kontaktaufnahme mit dem Bahnunternehmen. Häufige Beschwerdegründe im Jahr 2022 umfassen Strafzahlungen im Zug, Erstattungen von Tickets, Verspätungen und Zugausfälle, die im Reisesommer 2022 vermehrt aufgetreten waren. Das Thema der Räumung von überfüllten Zügen spielte dabei eine eher untergeordnete Rolle. Die Auswirkungen des Bahn-Streiks vom 28.11. sind in dieser Statistik noch kaum berücksichtigt.

 

Ziel der Schlichtung ist eine Einigung zwischen dem Antragssteller und Bahnunternehmen. Eine solche Einigung gelang der apf in 99% der eröffneten Verfahren. Aktuell dauern Verfahren in der apf-Schlichtungsstelle vom Antrag bis zum Abschluss im Schnitt neun Tage.

 

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